Google umgeht Steuerzahlung in Höhe von 3,7 Mrd. € durch Geldtransfer über mehrere Länder

16 Mrd. € von Irland über die Niederlande bis zu den Bermudas transferiert

Wie nun bekannt wurde, hat Google im Jahr 2016 mittels einer aggressiven Steuerplanungsstrategie 3,7 Mrd. € am Fiskus vorbeigetrickst. Der Technologiekonzern wendete dabei eine Methode an, die unter ExpertInnenkreisen als „Double Irish With a Dutch Sandwich“ bekannt ist. Google transferierte dabei 16 Mrd. € von der Google Irleand Limited, in die alle Einkünfte aus Europa fließen nach Holland und zwar in die Tochtergesellschaft Google Netherland Holding BV. Dort wurde der Gewinn zu sehr günstigen Bedingungen besteuert. Danach flossen die Mittel wieder nach Irland, diesmal in die Gesellschaft Google Ireland Holdings. Anschließend wurde das Geld zur Muttergesellschaft auf die Bermudas weitertransferiert.

Aggressive Steuertricks nach wie vor weit verbreitet

Diese umständlichen Transaktionen haben für Google zu einer Steuerersparnis von 3,7 Mrd. € geführt. Auch andere internationale Konzerne wie Apple, Starbucks oder Amazon bedienen sich ähnlicher Strategien wie wir bereits mehrmals berichtet haben. Geld, das in den nationalen Kassen fehlt und damit nicht für Investitionen in Infrastruktur, Bildung oder Gesundheit zur Verfügung steht.

Petition soll für öffentlichen Druck auf Premier- und FinanzministerInnen sorgen

Derartige Praktiken müssen der Vergangenheit angehören. Dazu ist es aber notwendig, dass die EntscheidungsträgerInnen gesetzliche Maßnahmen verabschieden, die Steuerlücken schließen und Umgehungstricks unmöglich machen. Die Nototaxhavens-Kampagne hat deswegen eine Petition ins Leben gerufen, die die federführenden Premier- und FinanzministerInnen auffordert, gegen derartige Steuertricks aktiv zu werden. Bitte unterstütze auch du die Petition für mehr Steuergerechtigkeit!